Die Karenzzeit ist ein vertraglich vereinbarter Zeitraum zu Beginn eines Versicherungsvertrags oder zu Beginn eines Versicherungsfalls, in dem noch keine Leistungen ausgezahlt werden. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es zwei Arten: die Anfangskarenz (Wartezeit vor dem ersten möglichen Leistungsfall) und die Leistungskarenz (Zeitraum nach Eintritt der BU, bevor die Rente gezahlt wird).
Eine Leistungskarenz von sechs oder zwölf Monaten bedeutet: Erst nach dieser Frist beginnt die Rentenzahlung, obwohl die Berufsunfähigkeit schon früher eingetreten ist. Der Vorteil einer längeren Karenzzeit ist ein niedrigerer Beitrag. Der Nachteil ist die Versorgungslücke in dieser Zeit. Wenn du ausreichend finanzielle Rücklagen hast, kann eine Karenzzeit sinnvoll sein. Andernfalls sollte sie möglichst kurz gehalten werden. Auch bei anderen Versicherungsarten, etwa der Krankentagegeldversicherung, ist die Karenzzeit ein wichtiger Parameter.