Arbeitskraftabsicherung ist der Oberbegriff für alle Versicherungen, die das Einkommen absichern, wenn jemand aufgrund von Krankheit, Unfall oder anderen Ursachen nicht mehr arbeiten kann.
Die Arbeitskraft ist für die meisten Menschen das wertvollste wirtschaftliche Gut. Ein 35-Jähriger mit einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro monatlich hat bis zum Rentenalter noch ein Einkommenspotenzial von über einer Million Euro. Wird dieses durch Krankheit oder Unfall dauerhaft eingeschränkt, ist ohne ausreichende Absicherung schnell die finanzielle Existenz gefährdet.
Zu den wichtigsten Instrumenten der Arbeitskraftabsicherung gehören die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), die Grundfähigkeitsversicherung, die Dread-Disease-Versicherung, die Erwerbsminderungsrente und die Krankentagegeldversicherung.
Für Selbstständige, Freiberufler:innen und Gründer ist die Arbeitskraftabsicherung besonders kritisch, da sie kein Krankengeld vom Arbeitgeber:in und keine Lohnfortzahlung erhalten. Eine umfassende Beratung zur Arbeitskraftabsicherung sollte zu den ersten Schritten in die Selbstständigkeit gehören.